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Myfeld

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Kündigen Myfeld: Schritt-für-Schritt Anleitung

Myfeld kündigen: was sie nach der insolvenz wissen müssen

Was Myfeld war und warum die plattform verschwunden ist

Myfeld war ein Schweizer Digital-Farming-Angebot, das Gemüse-Abonnements mit einem innovativen Konzept kombinierte: Sie finanzierten ein eigenes Feld digital mit und erhielten die Ernte direkt nach Hause geliefert. Das Unternehmen war in Brugg (Aargau) ansässig und richtete sich an Schweizer Haushalte, die regionale Landwirtschaft unterstützen wollten.

Im Jahr 2026 wurde Myfeld AG aus dem Handelsregister gelöscht und offiziell liquidiert. Laut Medienberichten (SRF) schloss das Unternehmen den Betrieb abrupt aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ein. Diese unerwartete Schließung hinterließ viele Fragen bei Kundinnen und Kunden: Wird mein Abo noch belastet? Bekomme ich Geld zurück? Wie kündige ich jetzt?

Bei Stopee verstehen wir, dass solche überraschenden Insolvenzen verunsichern und Frustration auslösen. Deshalb zeigen wir Ihnen hier transparent, was Sie rechtlich tun können und wie Sie Ihre Ansprüche wahren.

Was kundinnen und kunden bei Myfeld bezahlt haben

Bei Myfeld bezahlten Sie nicht für eine App oder ein digitales Produkt, sondern für ein wiederkehrendes Gemüse-Abonnement mit folgendem Leistungsumfang:

Abomodell Preis (CHF) Laufzeit Leistung
Monatsabo 55.00 Monatlich 16 m² Feld + saisonales Gemüse + Lieferung
Jahresabo 605.00 12 Monate 16 m² Feld + Sommer- & Winterernte + Lieferung

Das Abo verlängerte sich automatisch, wenn Sie nicht rechtzeitig kündigten. Wichtig: Myfeld funktionierte saisonal. Das bedeutet, dass Sie unterschiedliche Ernten in Sommer- und Wintersaison erhielten. Manche Kundinnen und Kunden haben möglicherweise Lieferungen bezahlt, die nie ankamen, oder wurden noch nach Betriebsschließung belastet.

Wie Myfeld in der schweiz funktionierte

Myfeld war vollständig auf die Schweiz ausgerichtet: Schweizer Adresse (Badenerstrasse 13, 5200 Brugg AG), deutschsprachige Kommunikation, Preise in Schweizer Franken. Die Kontaktmöglichkeiten beschränkten sich auf eine Kontaktseite und die E-Mail-Adresse [email protected]. Es gab keine Telefonnummer oder Live-Chat-Option.

Die letzte bekannte Adresse war die Liquidationsadresse in Brugg. Heute ist es schwierig, das Unternehmen direkt zu erreichen. Deshalb müssen Sie wissen, welche Schritte Sie selbst unternehmen können, um Ihre Ansprüche zu sichern.

Ihre rechte als verbraucher nach der insolvenz

Sie haben konkrete gesetzliche Schutzrechte, auch wenn Myfeld nicht mehr existiert. Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Schweizer Konsumentenschutzrecht schützen Sie vor unfairen Geschäftspraktiken und ungerechtfertigten Abbuchungen.

Was sie tun, wenn noch geld abgebucht wurde

Kontrollieren Sie sofort Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen. Wenn Myfeld Sie nach der Betriebsschließung belastet hat oder weiterhin belastet, haben Sie zwei wirksame Optionen:

  • Rückbuchung bei Ihrer Bank: Melden Sie der Bank oder Kreditkartengesellschaft, dass Myfeld keine Leistung mehr erbracht hat. Sie können die Transaktion als "nicht autorisiert" oder "keine Ware/Dienstleistung erhalten" anfechten. Dies ist bei Swisscard, PostFinance, UBS und allen anderen Finanzinstituten möglich.
  • Schriftliche Beschwerde an die Liquidatoren: Schreiben Sie an die letzte bekannte Adresse (Badenerstrasse 13, 5200 Brugg AG) oder versuchen Sie, die Liquidatoren über das Handelsregister zu identifizieren. Fordern Sie schriftlich eine Rückerstattung an und belegen Sie Ihre Zahlungen mit Kontoauszügen.

Pro tip: Sammeln Sie alle Belege jetzt. Screenshots, E-Mails und Kontoauszüge sind Ihre stärksten Argumente bei einer Rückbuchung.

Ansprüche aus nicht erbrachten leistungen geltend machen

Wenn Sie für Gemüse bezahlt haben, das nie angekommen ist, oder wenn Ihr Jahresabo nicht vollständig erfüllt wurde, können Sie Schadensersatz oder Rückerstattung fordern. Das Schweizer Obligationenrecht (OR) verpflichtet Unternehmen, versprochene Leistungen zu erbringen oder das Geld zurückzugeben.

Hier ist der formale Weg:

  1. Dokumentieren Sie alle nicht erhaltenen Lieferungen mit Daten und Betrag.
  2. Versenden Sie ein Schreiben mit Einschreiben und Rückschein an die Liquidatorsadresse.
  3. Fordern Sie Rückerstattung innerhalb von 30 Tagen auf.
  4. Wenn keine Antwort kommt, kontaktieren Sie Ihre kantonale Ombudsstelle für Konsumentenschutz.

Bei Stopee helfen wir tausenden von Schweizer Verbraucherinnen und Verbrauchern, ihre Ansprüche durchzusetzen - auch nach Unternehmensinsolvenzen.

So kontrollieren sie ihr Myfeld-Konto vor der endgültigen kündigung

Obwohl Myfeld geschlossen ist, lohnt sich eine letzte Kontrolle, um sicherzustellen, dass Sie nicht überraschend belastet werden.

Diese informationen müssen sie vor der kündigung sichern

Machen Sie diese drei Kontrollschritte, bevor Sie versuchen, das Abo endgültig zu beenden. Das spart später Ärger und gibt Ihnen Beweis für Reklamationen:

  • Kundenkonto-Screenshot: Machen Sie einen Screenshot vom aktiven Myfeld-Abo mit Tarif (CHF 55 oder CHF 605), nächstem Belastungsdatum und Status.
  • Letzte Abrechnung: Speichern Sie die letzte Rechnung oder Kartenbuchung mit exaktem Datum und Betrag als PDF.
  • Abbuchungsdatum notieren: Prüfen Sie in Ihrem Bankkonto, wann die letzte Abbuchung erfolgte und ob danach noch Belastungen kamen.
  • Offene Lieferungen: Falls Gemüse-Lieferungen für kommende Wochen angemeldet waren, dokumentieren Sie diese separat mit den Lieferdaten.

Warning: Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie später eine Rückbuchung beantragen oder Schadensersatz fordern. Ohne Beweis wird es schwierig.

Schritt-für-Schritt: Myfeld im kundenkonto kündigen

Falls Sie noch Zugriff auf Ihr Myfeld-Konto haben, können Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Loggen Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort ein.
    • Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, nutzen Sie die "Passwort zurücksetzen"-Funktion.
  2. Navigieren Sie zum Bereich "Abonnements" oder "Mein Abo" im Kundenkonto.
    • Dies finden Sie normalerweise unter "Kontoeinstellungen" oder "Profil".
  3. Wählen Sie das Myfeld-Abo aus (falls mehrere Abos vorhanden sind).
    • Prüfen Sie, ob das Abo als "aktiv" angezeigt wird.
  4. Klicken Sie auf "Abo kündigen" oder "Kündigung bestätigen".
    • Es kann sein, dass Myfeld Sie zu einem Umfrage-Formular leitet - füllen Sie es aus, um die Kündigung abzuschließen.
  5. Machen Sie sofort einen Screenshot der Bestätigung.
    • Speichern Sie den Screenshot lokal ab.
  6. Warten Sie auf eine Bestätigungsmail.
    • Sobald die E-Mail ankommt, speichern Sie diese als PDF.

Pro tip: Speichern Sie die Bestätigungsmail und den Screenshot - nicht nur lokal auf Ihrem Computer, sondern auch in einem Cloud-Speicher wie Google Drive oder OneDrive. So haben Sie einen Backup-Beweis.

Was sie nach der kündigung kontrollieren müssen

Viele Kundinnen und Kunden denken, dass die Kündigung sofort wirkt - aber Abos haben oft noch Rückstände oder Folgezahlungen. Hier ist, was Sie tun:

Kontrolle der kontoabbuchungen in den ersten vier wochen

Das ist eine unbequeme Wahrheit: Auch nach Ihrer Kündigung können noch Zahlungen erfolgen. Das liegt daran, dass automatische Abos oft mit einer Verzögerung gestoppt werden. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig:

  • Überprüfen Sie Ihr Bankkonto und Ihre Kreditkarte jeden zweiten Tag für die nächsten 30 Tage.
  • Achten Sie auf jede Abbuchung mit "Myfeld", "MyFeld AG" oder ähnlichen Begriffen.
  • Falls eine Zahlung kommt, notieren Sie das Datum und den Betrag sofort.

Wenn eine unerwartete Abbuchung erfolgt, melden Sie diese Ihrer Bank als Rückbuchung an. Sagen Sie klar: "Das Unternehmen ist insolvent und hat keine Leistung erbracht."

Rückerstattung für nicht erhaltene leistungen

Falls Sie Geld für Gemüse bezahlt haben, das Sie nie bekommen haben, können Sie die Rückerstattung schriftlich fordern. Hier ist der formale Ablauf:

  1. Schreiben Sie einen Brief oder eine E-Mail mit Einschreiben an die Adresse Badenerstrasse 13, 5200 Brugg AG.
    • Falls die Adresse ungültig ist, kontaktieren Sie das Handelsregister des Kantons Aargau, um die Liquidatorsadresse zu finden.
  2. Beschreiben Sie präzise, welche Lieferungen Sie bezahlt, aber nicht erhalten haben.
    • Geben Sie Daten, Beträge und Abo-Periode an.
  3. Fügen Sie Kopien Ihrer Kontoauszüge und Rechnungen bei.
    • Dies sind Ihre Beweise.
  4. Fordern Sie die Rückerstattung innerhalb von 30 Tagen an.
    • Sagen Sie deutlich: "Bei Nichtantwort werde ich diese Forderung an die Ombudsstelle meines Kantons oder an die Justiz weitergeben."
  5. Falls keine Antwort kommt, reichen Sie einen Anspruch bei der Ombudsstelle oder dem Konsumentenschutz Ihres Kantons ein.
    • Diese Behörden helfen Ihnen kostenlos.

Pro tip: Bei Stopee haben wir Muster-Beschwerdebriefe, die Ihnen helfen, professionell und rechtssicher zu argumentieren. Nutzen Sie diese Ressourcen.

Häufige fehler bei der Myfeld-Kündigung und wie sie diese vermeiden

Es ist frustrierend, wenn eine Kündigung schiefgeht - besonders bei einem bereits insolventen Unternehmen. Deshalb zeigen wir Ihnen die größten Fehler:

Fehler 1: keine bestätigungsmail speichern

Viele Menschen klicken auf "Kündigen" und vergessen dann, die Bestätigungsmail zu speichern. Wenn Sie später nachweisen müssen, dass Sie das Abo gekündigt haben, brauchen Sie diesen Beweis. Speichern Sie die E-Mail sofort nach Erhalt als PDF-Datei.

Fehler 2: nicht kontrollieren, ob noch abbuchungen erfolgen

Nach der Kündigung kontrollieren Sie nicht mehr Ihre Kontoauszüge. Das ist ein häufiger Fehler: Myfeld könnte noch wochenlang kleine Zahlungen durchführen. Überprüfen Sie Ihr Bankkonto mindestens viermal in den ersten 30 Tagen nach der Kündigung.

Fehler 3: beschwerde nur per E-Mail oder telefon, nicht schriftlich

E-Mails sind schnell und praktisch - aber für rechtliche Forderungen brauchen Sie ein schriftliches Dokument mit Einschreiben und Rückschein. Nur so haben Sie einen Beweis, dass Myfeld die Beschwerde erhalten hat.

Fehler 4: rückbuchung nicht beantragen

Wenn Myfeld insolvent ist, warten Sie nicht auf eine Antwort. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartengesellschaft sofort und beantragen Sie eine Rückbuchung. Das ist Ihr direkter Weg zum Geld.

Checkliste: das müssen sie jetzt tun

Hier ist eine praktische Schritt-für-Schritt-Checkliste, die Sie abhaken können:

Aufgabe Status Deadline
1. Kontoauszüge für letzte 3 Monate speichern Heute
2. Screenshot des Myfeld-Kundenkontos machen Heute
3. Im Kundenkonto kündigen (falls noch möglich) Diese Woche
4. Bestätigungsmail speichern und ausdrucken Diese Woche
5. Bank kontaktieren bei unerwarteter Abbuchung Sofort bei Abbuchung
6. Rückerstattungsbrief an Liquidatoren versenden (Einschreiben) Spätestens in 2 Wochen

Kontakt zur liquidationsadresse von Myfeld

Falls Sie direkt mit den Liquidatoren Kontakt aufnehmen möchten, hier ist die letzte bekannte Adresse:

Myfeld AG (in Liquidation)
Badenerstrasse 13
5200 Brugg AG
Schweiz

Da das Unternehmen 2026 aus dem Handelsregister entfernt wurde, ist diese Adresse möglicherweise nicht mehr aktiv. In diesem Fall kontaktieren Sie:

  • Handelsregister Aargau: Für die Identifikation der Liquidatoren
  • Kantonale Ombudsstelle für Konsumentenschutz (Ihr Kanton): Für Hilfe bei Reklamationen
  • Ihre Bank: Zur Beantragung von Rückbuchungen bei unerwarteten Abbuchungen

Zusammenfassung: ihre nächsten schritte

Myfeld existiert nicht mehr, aber Ihre Ansprüche bleiben gültig. Sie haben konkrete Optionen:

  • Kontrollieren Sie sofort Ihre Kontoauszüge auf Abbuchungen.
  • Falls noch Geld abgebucht wird, beantragen Sie eine Rückbuchung bei Ihrer Bank.
  • Fordern Sie schriftlich Rückerstattung für nicht erhaltene Leistungen.
  • Nutzen Sie kantonale Ombudsstellen und Konsumentenschutz-Behörden als Eskalationsmöglichkeit.

Bei Stopee haben wir tausenden Schweizer Verbraucherinnen und Verbrauchern geholfen, ihre Ansprüche nach Unternehmensinsolvenz durchzusetzen. Stopee zeigt Ihnen, wie Sie rechtssicher kündigen, Rückerstattungen fordern und dunkle Geschäftspraktiken melden. Besuchen Sie Stopee auf stopee.com für weitere Guides, Muster-Beschwerdebriefe und Adresslisten von Behörden. Stopee ist Ihre verlässliche Anlaufstelle für Konsumentenschutz in der Schweiz.

FAQ

Myfeld war ein digitales Abo-Modell für Gemüse in der Schweiz, das aufgrund finanzieller Probleme abrupt geschlossen wurde.

Sie können Myfeld über Ihr Kundenkonto, per E-Mail oder auf dem Postweg kündigen. Stellen Sie sicher, dass Sie alle relevanten Informationen bereit haben.

Überprüfen Sie Ihren aktuellen Tarif, das nächste Belastungsdatum und ob noch Lieferungen ausstehen, um spätere Probleme zu vermeiden.

Loggen Sie sich ein, wählen Sie im Bereich Abonnemente Ihr Myfeld-Abo aus und bestätigen Sie die Kündigung. Machen Sie einen Screenshot der Bestätigung.

Nach der Kündigung sollten Sie alle relevanten Unterlagen aufbewahren, insbesondere wenn es um Rückerstattungen oder offene Lieferungen geht.