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Kündigen Unfallversicherung: Schritt-für-Schritt Anleitung

Unfallversicherung kündigen: so setzen sie ihre versicherung ab und sparen kosten

Was sie über die unfallversicherung in deutschland wissen müssen

Die Unfallversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen eines Unfalls - doch nicht jede Versicherung passt auf Dauer zu Ihren Bedürfnissen. In Deutschland unterscheiden Sie zwischen der gesetzlichen Unfallversicherung, die über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) läuft, und privaten Versicherungsanbietern wie Allianz, AXA oder ERGO. Bevor Sie kündigen, sollten Sie verstehen, welche Art von Versicherung Sie haben und welche Regeln bei einer Abmeldung gelten.

Stopee zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Unfallversicherung richtig kündigen, welche Fristen zu beachten sind und wie Sie dabei Geld sparen. Mit unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen vermeiden Sie teure Fehler und setzen Ihre Versicherung effizient ab.

Unterschied zwischen gesetzlicher und privater unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist für Arbeitgeber verpflichtend und wird vollständig von diesen finanziert. Sie schützt Arbeitnehmer, Auszubildende, Schüler und Studierende bei Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten. Die DGUV koordiniert neun gewerbliche Berufsgenossenschaften und 24 Unfallkassen, die je nach Branche und Sektor zuständig sind. Sie bietet umfassende Leistungen von der medizinischen Rehabilitation bis zur Rentenzahlung - ohne dass Sie als Versicherter einen Beitrag zahlen.

Private Unfallversicherungen hingegen ergänzen diesen Schutz und zahlen im Versicherungsfall eine vorab vereinbarte Invaliditätssumme. Sie sind freiwillig abzuschließen und bieten Schutz rund um die Uhr weltweit - nicht nur bei der Arbeit. Während die gesetzliche Versicherung hauptsächlich während der Arbeitszeit greift, schützt die private Variante auch bei Freizeitunfällen, im Haushalt oder im Urlaub.

Leistungsumfang: was wird tatsächlich abgedeckt?

Die gesetzliche Unfallversicherung trägt sämtliche Behandlungskosten ohne Zuzahlungen, zahlt Verletztengeld während der Arbeitsunfähigkeit und gewährt Renten bei dauerhaften Schäden. Sie finanziert auch Hilfsmittel, Wohnungsanpassungen und Maßnahmen zur Wiedereingliederung ins Berufsleben.

Private Unfallversicherungen konzentrieren sich hauptsächlich auf finanzielle Entschädigungen. Die Grundleistung ist eine Invaliditätssumme, die je nach Schwere der Beeinträchtigung ausgezahlt wird. Viele Tarife bieten zusätzliche Leistungen wie Unfallrente bei hohen Invaliditätsgraden, Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld oder psychologische Betreuung.

Warum sie ihre unfallversicherung kündigen möchten

Es gibt gute Gründe, warum Sie Ihre Unfallversicherung beenden wollen. Vielleicht haben Sie einen besseren Tarif bei einem anderen Versicherer gefunden, oder die monatlichen Prämien sind zu hoch geworden. Eventuell brauchen Sie auch gar keinen zusätzlichen Unfallschutz mehr, weil Sie bereits durch die gesetzliche Versicherung ausreichend abgesichert sind.

Stopee hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen: Sie erfahren, wann eine Kündigung sinnvoll ist und wann Sie besser warten sollten. Mit unseren Tipps vermeiden Sie Versicherungslücken und finden heraus, ob ein Tarifwechsel statt einer kompletten Kündigung die bessere Option ist.

Häufige gründe für eine kündigung

Kosteneinsparung ist der häufigste Grund: Wenn Sie Ihre Police überprüfen und bemerken, dass andere Versicherer günstigere Prämien anbieten, lohnt sich ein Wechsel. Auch eine Veränderung Ihrer Lebenssituation kann eine Kündigung rechtfertigen - etwa wenn Sie den Beruf wechseln, in den Ruhestand gehen oder nicht mehr die gleichen Risiken tragen.

Ein weiterer Grund ist mangelnde Leistung: Falls der Versicherer zu lange braucht, um Schadensersatz zu zahlen, oder wenn die Deckungssummen nicht mehr zu Ihren Bedürfnissen passen, ist es Zeit für einen Wechsel. Manche Versicherte kündigen auch, weil sie feststellen, dass sie durch ihre Berufsunfallversicherung bereits vollständig geschützt sind.

Wann sie besser nicht kündigen sollten

Beachten Sie: Eine Kündigung ohne nahtlosen Versicherungsschutz kann gefährlich sein. Wenn Sie zwischen Kündigung und neuem Versicherer eine Lücke haben, zahlt im Schadensfall niemand. Deshalb sollten Sie zunächst einen neuen Versicherer finden und erst dann die alte Versicherung abmelden.

Auch bei sehr jungen Versicherungsnehmern kann eine Kündigung teuer werden: Je jünger Sie beim Abschluss waren, desto niedriger waren Ihre Prämien. Eine Neuversicherung mit höherem Alter kann deutlich mehr kosten. In diesen Fällen sollten Sie die Kosten genau vergleichen, bevor Sie sich zum Kündigen entschließen.

Preise und monatliche kosten der unfallversicherung

Die Beiträge für private Unfallversicherungen variieren stark je nach Alter, Beruf und gewählter Deckungssumme. Hier erhalten Sie einen Überblick über die typischen Kosten bei großen deutschen Versicherern.

Versicherer Deckungssumme Altersgruppe Monatliche Prämie Besonderheiten
Allianz 500.000 EUR 30-40 Jahre 8,50 EUR Weltweiter Schutz, Unfallrente
AXA 500.000 EUR 30-40 Jahre 7,95 EUR Flexible Deckungssumme, Online-Schadensabwicklung
ERGO 500.000 EUR 30-40 Jahre 7,50 EUR 24/7 Assistance-Services
HUK-COBURG 500.000 EUR 30-40 Jahre 8,20 EUR Versicherungsschutz im privaten Bereich
Debeka 300.000 EUR 30-40 Jahre 5,80 EUR Besonders günstig, reduzierte Deckungssumme
Provinzial 500.000 EUR 30-40 Jahre 8,90 EUR Regionale Differenzierung möglich

Wichtiger Hinweis: Diese Prämien sind Richtwerte und können je nach individuellen Risikofaktoren, Beruf und Gesundheitszustand abweichen. Mit Stopee vergleichen Sie die besten Tarife und finden die günstigste Option für Ihre Situation.

Kostenvergleich: wechsel statt kündigung?

Bevor Sie kündigen, lohnt sich ein Kostenvergleich. Ein Wechsel zu ERGO könnte Sie beispielsweise 1 EUR pro Monat sparen (gegenüber Allianz). Über ein Jahr ergibt das 12 EUR Ersparnis - bei einer neuen Deckungssumme von 500.000 EUR. Die Wechselkosten sind meist minimal, wenn Sie eine ganze Versicherung neu abschließen und die alte gleichzeitig kündigen.

Stopee zeigt Ihnen, welche Versicherer in Ihrer Situation die besten Tarife anbieten. Mit unserem Vergleichstool sparen Sie Zeit und Geld - und vermeiden böse Überraschungen beim Neuabschluss.

Kündigungsmethoden: die verschiedenen wege zur abmeldung

Sie können Ihre private Unfallversicherung auf mehreren Wegen kündigen. Jede Methode hat Vor- und Nachteile; wichtig ist, dass Sie einen schriftlichen Nachweis erhalten, dass Ihre Kündigung angekommen ist.

Schriftliche kündigung per post

Die klassische Methode ist nach wie vor die sicherste: Schreiben Sie ein formales Kündigungsschreiben, unterschreiben Sie es handschriftlich und senden Sie es per Einschreiben mit Rückschein an Ihren Versicherer. So haben Sie den Beweis, dass Ihre Kündigung angekommen ist.

Kündigung per email oder Online-Portal

Viele moderne Versicherer ermöglichen die Kündigung über ein Online-Kundenportal oder per Email. Dies ist schneller und bequemer - achten Sie aber darauf, dass Sie eine schriftliche Bestätigung erhalten. Speichern Sie alle Bestätigungsnummern und Emails auf Ihrem Computer.

Telefonische kündigung

Eine Kündigung am Telefon ist möglich, aber nicht empfehlenswert, da Sie keinen schriftlichen Nachweis haben. Falls Sie doch telefonisch kündigen, fragen Sie den Mitarbeiter nach einer Bestätigungsnummer und bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung per Email.

Schritt-für-Schritt: so kündigen sie ihre unfallversicherung richtig

Folgen Sie dieser genauen Anleitung, um Ihre Unfallversicherung ohne Fehler abzumelden.

  1. Versicherungsdokumente bereitstellen
    • Suchen Sie Ihre aktuelle Versicherungspolice heraus
    • Notieren Sie Ihre Versicherungsnummer und den Namen des Versicherers
    • Überprüfen Sie den aktuellen Kündigungstermin in den Versicherungsbedingungen
  2. Kündigungsfrist überprüfen
    • Bei den meisten privaten Unfallversicherungen beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate zum Ende eines Versicherungsjahres (oft 31. Dezember)
    • Einige Versicherer haben Kündigungsfristen von 1 oder 2 Monaten - lesen Sie Ihre Police genau
    • Notieren Sie sich den letzten Tag, bis zu dem Sie kündigen müssen
  3. Neuen Versicherer suchen und abschließen
    • Vergleichen Sie Tarife auf unabhängigen Portalen oder direkt bei Versicherern
    • Schließen Sie die neue Versicherung ab - achten Sie darauf, dass das Versicherungsverhältnis vor dem Kündigungsstichtag der alten Versicherung beginnt
    • Speichern Sie alle Bestätigungsschreiben der neuen Versicherung
  4. Kündigungsschreiben verfassen
    • Schreiben Sie ein formales Schreiben mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse und der Versicherungsnummer
    • Formulieren Sie: "Hiermit kündige ich meine Unfallversicherung (Versicherungsnummer: [Nummer]) zum [Datum - meist 31. Dezember] auf."
    • Geben Sie als Grund an: "zum Ende der Vertragslaufzeit" oder "zum nächstmöglichen Kündigungstermin"
    • Unterschreiben Sie das Schreiben handschriftlich mit Tinte
  5. Kündigungsschreiben absenden
    • Senden Sie das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein
    • Bewahren Sie den Rückschein auf - dies ist Ihr Beweis
    • Alternativ: Nutzen Sie das Online-Portal des Versicherers und speichern Sie den Bestätigungsbildschirm als PDF
  6. Bestätigung warten und abheften
    • Der Versicherer sollte innerhalb von 2 bis 3 Wochen eine schriftliche Bestätigung senden
    • Überprüfen Sie, dass das Kündigungsdatum korrekt angegeben ist
    • Legen Sie die Bestätigung in Ihre Akten - Sie brauchen Sie eventuell noch Jahre später

Pro tip: Kündigen Sie nicht zu früh. Wenn Ihre Kündigung vor der zulässigen Frist ankommt, könnte sie ungültig sein. Kalkulieren Sie 2 bis 3 Wochen Postlaufzeit ein.

Warning: Manche Versicherer versenden Kündigungsbestätigungen erst nach 4 bis 6 Wochen. Wenn Sie nicht innerhalb dieser Zeit etwas hören, rufen Sie an und fragen Sie nach dem Status Ihrer Kündigung.

Kündigungsfristen und vertragslaufzeiten verstehen

Die Kündigungsfrist ist entscheidend: Wenn Sie zu spät kündigen, läuft Ihr Versicherungsvertrag automatisch weiter und Sie zahlen Prämien für ein weiteres Jahr.

Standardkündigungsfristen bei privaten versichererungen

Die meisten privaten Unfallversicherungen haben eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende eines Versicherungsjahres. Das Versicherungsjahr läuft oft vom 1. Januar bis 31. Dezember. Das bedeutet: Wenn Sie zum 31. Dezember 2024 kündigen möchten, muss Ihre Kündigung bis zum 30. September 2024 beim Versicherer angekommen sein.

Einige Versicherer bieten kürzere Kündigungsfristen von 1 oder 2 Monaten an. Überprüfen Sie Ihre Police oder rufen Sie beim Kundenservice an - dann wissen Sie genau, bis wann Sie handeln müssen.

Außerordentliche kündigung bei beitragserhöhung

Falls Ihr Versicherer die Prämie erhöht, haben Sie oft ein Sonderkündigungsrecht. Sie können die Versicherung dann außerordentlich (fristlos) zum Stichtag der Beitragserhöhung kündigen. Dies gilt typischerweise innerhalb von 4 Wochen nach Benachrichtigung über die Erhöhung. Stopee zeigt Ihnen, wie Sie dieses Recht nutzen und Kosten sparen.

Rückerstattung und rückzahlung nach der kündigung

Nach Ihrer Kündigung können Sie mit einer teilweisen Rückerstattung rechnen - wenn Sie bereits Prämien für die verbleibende Zeit des Versicherungsjahres bezahlt haben.

Wie die rückerstattung funktioniert

Ihr Versicherer berechnet die Rückerstattung aufgrund der Tagesquote: Wenn Sie beispielsweise monatlich 8 EUR zahlen und am 1. Oktober des Versicherungsjahres kündigen, erhalten Sie die Prämien für Oktober, November und Dezember zurück - also etwa 24 EUR.

Die Rückerstattung erfolgt normalerweise innerhalb von 2 bis 4 Wochen nach dem Kündigungsstichtag. Der Betrag wird auf Ihr Bankkonto überwiesen. Überprüfen Sie Ihren Kontoauszug genau und kontaktieren Sie den Versicherer, falls das Geld nicht ankommt.

Volle rückzahlung bei widerrufsrecht

Falls Sie eine neue Versicherung abgeschlossen haben, können Sie diese innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen und erhalten die volle Prämie zurück. Dies gilt nur für den Neuabschluss, nicht für bestehende Versicherungen. Nutzen Sie dieses Recht, wenn Sie Ihre Entscheidung schnell bereuen oder einen besseren Tarif finden.

Ihre verbraucherrechte nach deutschem versicherungsrecht

Als Verbraucher in Deutschland haben Sie umfangreiche Rechte, die im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt sind. Diese Rechte schützen Sie vor unfairen Geschäftspraktiken.

Informations- und transparenzpflichten

Jeder Versicherer muss Sie vor Vertragsabschluss über alle wesentlichen Bedingungen informieren. Falls Sie unvollständige oder irreführende Informationen erhalten haben, können Sie von Ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen und eine Entschädigung verlangen. Stopee hilft Ihnen, problematische Verträge zu identifizieren und durchzusetzen, dass Sie faire Bedingungen bekommen.

Widerrufsrecht und rücktrittsrecht

Laut Versicherungsvertragsgesetz (VVG Paragraph 8) haben Sie 14 Tage Zeit, um einen neu abgeschlossenen Versicherungsvertrag zu widerrufen. In diesem Fall wird die vollständige Prämie zurückgezahlt. Das Widerrufsrecht gilt nicht für bereits laufende Versicherungen, aber für jeden Neuabschluss.

Zusätzlich haben Sie ein Rücktrittsrecht bei falscher oder unvollständiger Risikoangabe: Falls Sie bei der Versicherungsbewerbung falsche Angaben gemacht oder wichtige Informationen vergessen haben, kann der Versicherer innerhalb von 10 Jahren Rücktritt vom Vertrag verlangen - in diesem Fall müssen Sie möglicherweise mehr zahlen oder erhalten weniger Leistung.

Beschwerde- und beschwerdeverfahren

Falls Ihr Versicherer Ihre berechtigte Forderung ablehnt, können Sie sich an den Versicherer selbst wenden und formalen Widerspruch einreichen. Falls die Antwort unbefriedigend ist, können Sie sich an die Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft (http://www.versicherungsombudsmann.de) wenden. Dieses Verfahren ist kostenlos und unabhängig.

Die Bundesnetzagentur und die Verbraucherschutzbehörden unterstützen Sie auch, falls der Versicherer gegen Verbraucherschutzgesetze verstößt. Stopee arbeitet mit diesen Behörden zusammen, um Ihre Rechte zu wahren.

Häufige fehler bei der kündigung vermeiden

Viele Versicherte machen Fehler, die zu unerwünschten Konsequenzen führen. Wir zeigen Ihnen, welche Fallen zu vermeiden sind.

Die schlimmsten fehler bei der abmeldung

Der größte Fehler ist, zu spät zu kündigen. Wenn die Kündigungsfrist verpasst wird, läuft der Vertrag automatisch ein weiteres Jahr weiter. Sie zahlen dann Prämien für einen Service, den Sie nicht mehr nutzen. Das kostet Sie leicht 100 EUR oder mehr. Daher: Markieren Sie den Kündigungsstichtag groß in Ihrem Kalender und planen Sie die Kündigung mindestens 4 Wochen vorher.

Ein zweiter häufiger Fehler ist die mündliche Kündigung ohne schriftliche Bestätigung. Der Versicherer behauptet später, dass keine Kündigung eingegangen ist - und Sie zahlen weiter. Immer schriftlich per Einschreiben oder über das Online-Portal mit Bestätigung.

Ein dritter Fehler ist das Künden ohne Ersatzversicherung. Sie entstehen eine Versicherungslücke und sind nicht mehr geschützt. Falls Sie während dieser Zeit verunglücken, zahlt niemand. Schließen Sie daher immer zuerst die neue Versicherung ab, bevor Sie die alte kündigst.

Manche Versicherte vergessen auch, ihre Bankverbindung mit dem neuen Versicherer zu hinterlegen. Die Rückerstattung kommt dann nicht an, weil der Versicherer die alte Adresse nutzt. Überprüfen Sie nach der Kündigung, dass Ihr Versicherer Ihre aktuelle Kontonummer hat.

Warum versicherte zu spät oder falsch kündigen

Es ist normal, dass Sie sich unsicher fühlen - Versicherungsverträge sind komplex und die Fristen sind leicht zu übersehen. Stopee wurde gegründet, um genau dieses Problem zu lösen. Mit unseren Checklisten und Erinnerungen verpassen Sie kein Kündigungsdatum mehr und vermeiden teure Fehler.

Was sie nach der kündigung tun sollten

Die Kündigung ist nicht das Ende - mehrere wichtige Schritte folgen danach, um sicherzustellen, dass alles korrekt läuft.

Versicherungsbescheinigung anfordern

Nachdem Ihre alte Unfallversicherung beendet ist, fordern Sie eine schriftliche Beendigungsbescheinigung an. Diese ist wichtig, falls Sie später nachweisen müssen, dass Ihre Versicherung zum richtigen Datum endete. Speichern Sie diese Bescheinigung für mindestens 5 Jahre.

Neue versicherung überprüfen

Überprüfen Sie, dass Ihre neue Versicherung pünktlich beginnt - keinesfalls sollte ein Lücke entstehen. Lesen Sie das Bestätigungsschreiben des neuen Versicherers genau durch und achten Sie auf das Startdatum und die Deckungssumme. Falls Fehler vorhanden sind, kontaktieren Sie den Versicherer sofort.

Konten abspeichern und organisieren

Speichern Sie alle Kündigungsbestätigungen, Rückerstattungsnachweise und Versicherungsdokumente in einer digitalen oder physischen Mappe. Falls der neue Versicherer Fragen hat oder es zu einem Streit kommt, haben Sie alle Beweise zur Hand.

Rückerstattung überprüfen

Kontrollieren Sie Ihren Kontoauszug 4 bis 6 Wochen nach dem Kündigungsstichtag. Falls die Rückerstattung nicht ankommt, kontaktieren Sie den Versicherer mit dem Kündigungsdatum und fragen Sie nach dem Status. Geben Sie nicht auf - Rückerstattungen sind oft schnell zu regeln, wenn Sie nachhaken.

Checkliste zur erfolgreichen kündigung

Nutzen Sie diese Checkliste, um sicherzustellen, dass Sie keinen Schritt übersehen:

  • Versicherungspolice und Versicherungsnummer heraussuchen
  • Kündigungsfrist in den Versicherungsbedingungen überprüfen
  • Kündigungsstichtag im Kalender markieren (mindestens 4 Wochen vorher)
  • Neuen Versicherer suchen und auswählen
  • Neue Versicherung abschließen und Bestätigung erhalten
  • Kündigungsschreiben verfassen mit Versicherungsnummer und Kündigungsdatum
  • Schreiben per Einschreiben mit Rückschein versenden und Rückschein abheften
  • Bestätigung der Kündigung vom alten Versicherer abwarten (2-3 Wochen)
  • Rückerstattung auf Kontoauszug überprüfen (nach 4-6 Wochen)
  • Beendigungsbescheinigung vom alten Versicherer anfordern
  • Alle Dokumente für mindestens 5 Jahre archivieren
  • Bei Problemen: Reklamation beim Versicherer oder Beschwerde beim Versicherungsombudsmann einreichen

Vergleich: kündigung vs. tarifwechsel vs. versicherungspause

Sie müssen nicht zwingend kündigen - es gibt Alternativen. Hier erfahren Sie, welche Option in welcher Situation am besten ist.

Option Kosten Zeitaufwand Versicherungslücke? Beste Situation
Versicherung kündigen 0 EUR (ggf. Rückerstattung) 3-4 Wochen Ja, wenn nicht richtig geplant Sie möchten keinen Unfallschutz mehr
Tarifwechsel 0 EUR (meist günstiger) 2-3 Wochen Nein, wenn parallel gemacht Sie möchten den Versicherer wechseln, aber den Schutz behalten
Versicherung ruhen lassen 10-20 % Rabatt 1 Woche Ja, während der Pause kein Schutz Sie wissen, dass Sie die Versicherung später wieder brauchen
Deckungssumme senken 30-40% weniger Prämie 1 Woche Nein, Sie bleiben versichert Sie möchten sparen, aber weiterhin geschützt sein
Leistungsbaustein streichen 5-15% Einsparung 1 Woche Nein, Basisschutz bleibt Sie brauchen z.B. keine Unfallrente oder Krankenhaustagegeld
Versicherung nicht erneuern 0 EUR (kein neuer Vertrag) 5 Minuten Ja, nach Ende der Laufzeit Vertrag endet ohnehin bald und Sie brauchen keine Verlängerung

Das Wichtigste: Ein Tarifwechsel zu einem günstigeren Versicherer ist oft besser als eine komplette Kündigung. Sie sparen Geld und vermeiden Versicherungslücken. Stopee zeigt Ihnen, wie Sie den richtigen Wechsel durchführen - ohne Fehler.

Adressen und kontaktdaten wichtiger versicherer in deutschland

Hier finden Sie die Kündigungsadressen der wichtigsten Anbieter von privater Unfallversicherung in Deutschland.

Große versicherer - kündigungsadressen

Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft
Kunden-Service Unfallversicherung
Königinstraße 28
80802 München
Tel.: 0800 00 8 00 8 0
Email: kundenservice@allianz.de
Web: www.allianz.de

AXA Versicherung
AXA Kundenservice
Colonia-Allee 10-20
51067 Köln
Tel.: 0221 14 80 40
Email: info@axa.de
Web: www.axa.de

ERGO Versicherungsgruppe
ERGO Kundenservice
ERGO-Platz 1
40198 Düsseldorf
Tel.: 0211 477 00
Email: kundenbetreuung@ergo.de
Web: www.ergo.de

HUK-COBURG Allgemeine Versicherung
Kundenservice
Bahnhofstraße 24-26
96450 Coburg
Tel.: 09561 69 0
Email: info@huk.de
Web: www.huk.de

Debeka Allgemeine Versicherung
Servicestelle
Wallstraße 1
56058 Koblenz
Tel.: 0261 498 0
Email: info@debeka.de
Web: www.debeka.de

Provinzial Nord Versicherung
Kundenservice
Adelheidstraße 7
28215 Bremen
Tel.: 0421 4 03 0
Email: info@provinzial.de
Web: www.provinzial.de

Kontakt zur gesetzlichen unfallversicherung (DGUV)

Falls Sie Fragen zur gesetzlichen Unfallversicherung haben oder ein Problem mit Ihrer Berufsgenossenschaft klären möchten, kontaktieren Sie die DGUV direkt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Tel.: 030 13 00 1
Email: info@dguv.de
Web: www.dguv.de

Über die Website der DGUV finden Sie auch die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse. Die gesetzliche Versicherung können Sie nicht selbst kündigen - sie endet automatisch mit Ihrem Arbeitsverhältnis oder dem Ende Ihrer Ausbildung.

Fazit: ihre unfallversicherung sicher abmelden

Die Kündigung Ihrer Unfallversicherung ist einfacher als Sie denken - wenn Sie den richtigen Weg gehen. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Überprüfen Sie zuerst, welche Art von Versicherung Sie haben (gesetzlich oder privat) und ob eine Kündigung überhaupt sinnvoll ist. Recherchieren Sie die Kündigungsfrist genau und notieren Sie das Stichtagsdatum. Schließen Sie eine neue Versicherung ab, bevor Sie die alte kündigen - so vermeiden Sie Lücken im Schutz. Senden Sie Ihre Kündigung per Einschreiben mit Rückschein, damit Sie einen Beweis haben.

Nach der Kündigung überprüfen Sie die Rückerstattung und archivieren Sie alle Dokumente. Falls der Versicherer Probleme macht, können Sie die Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft anrufen - diese hilft kostenlos.

Stopee hat tausenden Verbrauchern geholfen, ihre Versicherungen schnell, sicher und kostenlos zu kündigen. Mit unseren Checklisten, Vorlagen und Expertenratschlägen sparen Sie Zeit und Geld. Besuchen Sie Stopee noch heute und erfahren Sie, wie Sie Ihre Unfallversicherung in wenigen Schritten abmelden - ohne Fehler, ohne Versicherungslücken, ohne Stress. Stopee macht die Kündigung transparent, einfach und fair.

FAQ

Die Kündigungsbedingungen hängen von Ihrem Vertrag ab. In der Regel können Sie Ihre Unfallversicherung ordentlich oder außerordentlich kündigen, je nach den im Vertrag festgelegten Fristen.

Sie können Ihre Unfallversicherung schriftlich kündigen, entweder per E-Mail oder per Einschreiben. Überprüfen Sie Ihren Vertrag für spezifische Anforderungen.

Die Fristen für die Kündigung variieren je nach Vertrag. Es ist wichtig, die genauen Fristen in Ihrem Vertrag zu überprüfen, um eine fristgerechte Kündigung sicherzustellen.

Ja, besondere Gründe für eine außerordentliche Kündigung können beispielsweise eine Beitragserhöhung oder eine Änderung der Versicherungsbedingungen sein. Prüfen Sie Ihren Vertrag auf spezifische Regelungen.

Nach der Kündigung Ihrer Unfallversicherung erhalten Sie eine Bestätigung. Stellen Sie sicher, dass Sie weiterhin ausreichend versichert sind, insbesondere wenn Sie auf eine neue Police umsteigen.