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Kündigen Pressevertriebszentrale: Schritt-für-Schritt Anleitung

Pressevertriebszentrale kündigen: ihr weg aus dem Zeitschriften-Abo in österreich

Was ist die pressevertriebszentrale und warum sie kündigen möchten

Die Pressevertriebszentrale agiert als zentraler Fulfillment-Dienstleister für Zeitschriften- und Zeitungsabos in Österreich und Deutschland. Sie verwaltet Abonnementverträge, organisiert Zustellungen und kümmert sich um die Rechnungsabwicklung im Auftrag von Verlagen und Direktmarketingfirmen. Für Sie als Abonnent bedeutet das: Wenn Sie kündigen möchten, müssen Sie wissen, wer tatsächlich Ihr Vertragspartner ist und welche Fristen gelten.

Viele Österreicher berichten von unerwarteten Rechnungen nach vermeintlich kostenlosen Probophasen, fehlenden Auftragsbestätigungen oder mangelhaftem Kundenservice bei Kündigungsversuchen. Das frustriert zu Recht. Stopee hat daher diesen Leitfaden erstellt, um Ihnen exakt zu zeigen, wie Sie wirksam kündigen und Ihre Verbraucherrechte schützen.

Die rolle der pressevertriebszentrale im vertrag

Die Pressevertriebszentrale ist typischerweise nicht Ihr direkter Vertragspartner, sondern ein Dienstleister des Verlags. Das heisst: Sie haben einen Vertrag mit dem Verlag oder einer Direktmarketing-Agentur abgeschlossen, die Pressevertriebszentrale führt die technische Abwicklung durch. Diese Unterscheidung ist zentral für Ihre Kündigung, denn Sie müssen an die richtige Stelle schreiben.

Häufige probleme beim kündigen

Kundenbeschwerden zeigen ein klares Muster: Verbraucher erhalten Rechnungen, obwohl sie meinen, das Abo hätte nicht begonnen oder sei bereits gekündigt. Oft fehlt ihnen eine klare Auftragsbestätigung mit Kündigungsfristen. Manche berichten, dass Kündigungsschreiben nicht beantwortet wurden oder verloren gingen. Stopee hilft Ihnen, diese Fallen zu vermeiden.

Ihre verbraucherrechte in österreich verstehen

Bevor Sie kündigen, müssen Sie Ihre gesetzlichen Rechte kennen. Diese geben Ihnen Hebel in die Hand, falls die Pressevertriebszentrale oder der Verlag nicht kooperiert.

Das fernabsatzrecht und ihr widerrufsrecht

Haben Sie das Abo online, per Telefon oder Brief abgeschlossen? Dann handelt es sich um einen Fernabsatzvertrag. In Österreich gewährt das Fern- und Ausfallsicherungsgesetz (FASG) Ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dieses Recht gilt ab dem Tag, an dem der Vertrag zustande kam, nicht erst ab Lieferbeginn. Das ist wichtig: Wenn Sie das Abo online abschlossen, beginnt die Frist sofort zu laufen.

Pro tip: Viele Anbieter teilen das Widerrufsrecht nicht deutlich mit oder informieren nicht korrekt. Wenn die Widerrufsbelehrung fehlerhaft war, verlängert sich Ihr Widerrufsrecht auf 12 Monate und 14 Tage. Das gibt Ihnen deutlich mehr Zeit.

Kündigungsrecht und mindestlaufzeiten

Neben dem Widerrufsrecht haben Sie auch das Recht zu kündigen. Bei Abos mit vereinbarter Mindestlaufzeit (z. B. 6 oder 12 Monate) können Sie frühestens zum Ende dieser Frist kündigen. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit muss eine monatliche Kündigungsfrist gelten, sonst verstösst der Vertrag gegen Österreichs Verbraucherschutzrecht. Stopee empfiehlt, Ihre Auftragsbestätigung genau zu lesen: Dort sollte klar stehen, wann Ihre Mindestlaufzeit endet.

Beweislast liegt beim anbieter

Ein oft übersehener Punkt: Der Verlag und die Pressevertriebszentrale müssen nachweisen, dass Sie den Vertrag korrekt informiert abgeschlossen haben. Sie müssen nicht beweisen, dass Sie nicht unterschrieben haben. Das ist ein starkes Verbraucherrecht, das Sie nutzen können, wenn der Verlag später Schwierigkeiten macht.

Praktische kündigungsschritte durchführen

Jetzt zeigt Stopee Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie wirksam kündigen.

Schritt 1: ihre vertragsunterlagen sammeln

Suchen Sie alle Unterlagen zusammen, die Sie vom Verlag erhalten haben: Auftragsbestätigung, erste Rechnung, Lieferschein oder Bestätigungsmail. Darauf finden Sie:

  • Den Namen des Verlags oder der Agentur (nicht Pressevertriebszentrale)
  • Die Adresse, an die Sie künden müssen
  • Ihre Kundennummer oder Abonnement-Nummer
  • Das Startdatum Ihres Abos
  • Die Kündigungsfrist (meist 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats oder zum Ende der Mindestlaufzeit)

Warning: Wenn Sie diese Unterlagen nicht haben, fordern Sie sie schriftlich vom Verlag an. Das ist Ihr Recht. Schreiben Sie eine E-Mail oder einen Brief und nennen Sie Namen, Adresse und ungefähr wann Sie das Abo abschlossen.

Schritt 2: den richtigen adressaten ermitteln

Das ist entscheidend. Schauen Sie auf Ihrer Auftragsbestätigung oder Rechnung nach, wer tatsächlich als Vertragspartner genannt ist. Das kann sein:

  • Ein Verlag (z. B. Verlag Österreich GmbH)
  • Eine Direktmarketing-Agentur
  • Ein sogenanntes Fulfillment-Unternehmen (ebenfalls nicht Pressevertriebszentrale selbst, sondern ein anderes)

Schreiben Sie Ihre Kündigung an den Vertragspartner, nicht an Pressevertriebszentrale allein. Oft müssen Sie an den Verlag schreiben, der dann die Pressevertriebszentrale informiert.

Schritt 3: das kündigungsschreiben verfassen

Ihre Kündigung muss schriftlich erfolgen. Hier ist eine Vorlage, die Stopee für Sie empfiehlt:

Mustertext:
Betreff: Kündigung meines Zeitschriften-Abos - Kundennummer [Ihre Nummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich mein Abonnement zur [Zeitschrift/Zeitung], Kundennummer [Nummer], fristgemäss zum [Enddatum - meist Ende eines Kalendermonats].

Meine Adresse im System lautet: [Ihre Adresse].

Ich bitte um schriftliche Bestätigung dieser Kündigung. Sollte der obige Termin nicht ausreichen, kündige ich alternativ zum nächstmöglichen Zeitpunkt nach Massgabe des Vertrags.

Mit freundlichen Grüssen
[Ihr Name, Unterschrift]

  1. Datum und Adresse notieren: Oben links Ihr Name, Adresse und das aktuelle Datum
  2. Empfänger-Adresse eintragen: Die Postadresse des Verlags (nicht Pressevertriebszentrale, sondern den echten Vertragspartner)
  3. Klare Angaben: Kundennummer, Zeitschriftentitel und gewünschtes Kündigungsdatum eintragen
  4. Unterschreiben: Mit Handschrift unterschreiben (bei E-Mail weniger kritisch, aber besser abwarten auf Bestätigung)
  5. Versand-Methode wählen: Siehe nächster Abschnitt

Schritt 4: versandmethode und beweise sichern

Wie Sie die Kündigung abschicken, beeinflusst Ihre Beweisbarkeit:

  • Einschreiben mit Rückschein (Empfehlung): Kostet ca. 5-7 Euro, gibt Ihnen aber Beweis, dass die Post angekommen ist. Das ist für Stopee der Klassiker und schützt Sie am besten.
  • E-Mail an offizielle Adresse: Funktioniert oft, aber fordern Sie eine Bestätigungsmail an. Speichern Sie alle Mails ab.
  • Fax mit Bestätigung: Weniger modern, aber auch möglich. Fordern Sie eine schriftliche Rückbestätigung per Post an.
  • Persönlich abgeben: Falls es ein Büro vor Ort gibt, können Sie einen Termin machen. Lassen Sie sich einen Empfangsbeleg ausstellen.

Pro tip: Versenden Sie per Einschreiben mit Rückschein und senden Sie gleichzeitig eine E-Mail zur Dokumentation. So haben Sie doppelte Beweise.

Schritt 5: antwort abwarten und nachfolgen

Nach dem Versand sollten Sie inner­halb von 10-14 Tagen eine Kündigungsbestätigung erhalten. Kommt nichts an?

  1. Warten Sie 3 Wochen ab
  2. Schreiben Sie erneut per Einschreiben mit dem Hinweis „2. Kündigungsversuch"
  3. Fordern Sie explizit eine schriftliche Bestätigung an
  4. Falls immer noch nichts kommt: Kontaktieren Sie die Verbraucherzentrale Österreich oder Stopee (stopee.com), um Ihre nächsten Schritte zu planen

Kündigungsfristen und timeline verstehen

Die Frist, in der Ihre Kündigung wirksam wird, hängt von Ihrem Vertrag ab.

Typische fristen in österreich

Vertragstyp Kündigungsfrist Besonderheiten
Kein Mindestvertrag (flexibles Abo) 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats Gilt nach modernem Verbraucherschutz, falls keine andere Frist im Vertrag
6-Monats-Abo 1 Monat zum Ende der 6 Monate Danach automatische Monatskündigung möglich
12-Monats-Abo (Jahresvertrag) 1 Monat zum Ende des Jahres Achten Sie auf Automatik-Verlängerung - oft ohne rechtzeitiges Ankündigung
Widerrufsrecht (erste 14 Tage) 14 Tage ab Vertragsschluss Unabhängig von Kündigungsfristen - immer möglich, wenn Frist läuft

Beispiel-Timeline für ihre planung

Sie schliessen am 15. Januar ein Jahresabo ab. Mindestlaufzeit: 12 Monate bis 14. Januar des nächsten Jahres.

  • 15. Januar bis 28. Januar: Sie können noch innerhalb der 14-Tage-Widerrufsfrist widerrufen
  • 29. Januar 2024 bis 13. Januar 2025: Kein Kündigungsrecht - Sie müssen das Abo behalten
  • Ab 14. Januar 2025: Sie können mit 1 Monat Frist zum Ende eines Monats kündigen, also frühestens zum 28./29. Februar 2025

Pro tip: Markieren Sie sich die Kündigungsfrist im Kalender. Stopee empfiehlt, 6 Wochen vor dem Ende der Mindestlaufzeit zu kündigen, um sicherzustellen, dass die Frist eingehalten wird.

Nach der kündigung: was passiert jetzt?

Ihre Kündigung wurde eingereicht - jetzt passieren mehrere Dinge parallel.

Die bestätigung einfordern

Sobald Sie die Kündigungsbestätigung erhalten, speichern Sie diese ab. Sie brauchen sie als Beweis, falls später Rechnungen kommen. Ist die Bestätigung beschädigt oder unklar, fordern Sie eine neue an.

Rechnungen nach der kündigung prüfen

Erhalten Sie nach Ihrem Kündigungsdatum noch eine Rechnung? Das sollte nicht passieren. Hier ist, was Sie tun:

  1. Überprüfen Sie das Datum auf der Rechnung - fällt es noch in die Zeit vor Ihrer Kündigung?
  2. Überprüfen Sie, ob es eine „Ausgleichsrechnung" für Zahlungen ist, die Sie zu viel gezahlt haben (kann legitim sein)
  3. Wenn weder noch: Schreiben Sie sofort dem Verlag, dass Sie gekündigt haben, und fordern Sie Rückerstattung
  4. Zahlen Sie diese Rechnung nicht. Warten Sie auf die Antwort des Verlags

Warning: Manche Verlage vergessen, Kündigungen zu verarbeiten oder deaktivieren die Kundennummer nicht im System. Das ist kein Problem für Sie - Sie können die Zahlung ablehnen und es sind dann die Schuld des Verlags, nicht Ihre.

Lieferungen nach der kündigung stoppen

In der Regel stoppt die Post-Zustellung am vertraglich vereinbarten Enddatum. Erhalten Sie danach noch Ausgaben? Lehnen Sie diese ab oder kontaktieren Sie sofort die Pressevertriebszentrale mit Ihrer Kündigungsbestätigung.

Rückerstattung und guthaben klären

Haben Sie zu viel bezahlt oder ein Guthaben?

Anteiliger rückerstattungsanspruch

Wenn Sie innerhalb der 14-Tage-Widerrufsfrist widerrufen, müssen Ihnen alle Zahlungen zurück­erstattet werden. Der Verlag darf nur die tatsächlich gelieferten Ausgaben verrechnen. In der Regel gibt es aber nichts zu verrechnen bei sofortigem Widerruf.

Kündigen Sie nach Ablauf der Widerrufsfrist, gelten vertragliche Regelungen. Viele Abos erlauben Rückerstattung nur, wenn Sie einen Überschuss zahlten (z. B. Monatsabos mit Jahresvorkasse).

Rückerstattung einfordern

In Ihrem Kündigungsschreiben sollten Sie schreiben:

„Falls ich Zahlungen geleistet habe, die über die bis zum Kündigungsdatum gelieferten Ausgaben hinausgehen, fordern Sie mich auf, diese Zahlungen zu erstatten oder zu erklären, warum keine Rückerstattung erfolgt."

Stopee rät: Schreiben Sie das nicht als Frage, sondern als Verbraucherforderung. Das signalisiert dem Verlag, dass Sie Ihre Rechte kennen.

Häufige fehler beim kündigen - und wie sie diese vermeiden

Es fühlt sich ungerecht an, wenn Sie alles richtig machen und der Verlag trotzdem nicht reagiert. Stopee zeigt Ihnen die klassischen Fehler, damit Ihnen das nicht passiert.

Fehler 1: an die falsche adresse schreiben

Sie schreiben an „Pressevertriebszentrale", aber die ist nur der technische Partner. Ihre Kündigung landet in einem schwarzen Loch. Lösung: Schreiben Sie an den Verlag, der auf Ihrer Auftragsbestätigung steht. Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie an beide - zur Sicherheit.

Fehler 2: kündigung zu spät einreichen

Sie reichen die Kündigung am 30. Januar für einen Monatskündigungsfrist am 1. Februar ein. Das reicht nicht - die Frist endet am 31. Januar. Lösung: Reichen Sie 2 Monate voraus ein. Stopee empfiehlt, Fristen immer doppelt zu prüfen.

Fehler 3: per post schreiben, aber keine bestätigung anfordern

Sie schreiben einen Brief, aber der Verlag antwortet nicht. Jetzt können Sie nicht beweisen, dass Sie gekündigt haben. Lösung: Einschreiben mit Rückschein ist nicht optional - es ist Ihre beste Versicherung.

Fehler 4: nach der kündigung trotzdem bezahlen

Sie kündigen, aber zahlen dann weiter „um Ärger zu vermeiden". Dadurch bestätigen Sie stillschweigend, dass das Abo noch läuft. Lösung: Zahlen Sie nicht nach Ihrer Kündigung. Falls der Verlag eine Rechnung sendet, lehnen Sie diese ab und verweisen auf Ihre Kündigungsbestätigung.

Fehler 5: zu viel zeit verstreichen lassen

Sie kündigen, erhalten keine Bestätigung und denken „kümmere ich mich später drum". Nach 2 Monaten kommt eine neue Rechnung. Lösung: Handeln Sie sofort nach Erhalt oder Nichterhalt der Bestätigung. Stopee empfiehlt ein Verfolgungssystem: Nach 2 Wochen kontrollieren, nach 4 Wochen nachfassen.

Was passiert, wenn der verlag nicht kooperiert?

Der Verlag ignoriert Ihre Kündigung? Hier ist Ihre Eskalationsstrategie.

Schritt 1: beschwerde direkt an den verlag

Schreiben Sie dem Geschäftsführer oder dem Kundenservice-Leiter (persönlich adressiert), dass Sie gekündigt haben und keine Bestätigung erhalten. Fordern Sie schriftliche Antwort innerhalb von 10 Tagen. Dieses Schreiben ebenfalls per Einschreiben verschicken.

Schritt 2: stopee und verbraucherzentralen kontaktieren

Stopee (stopee.com) hilft tausenden Konsumenten pro Jahr bei solchen Problemen. Sie können auf Stopee eine Beschwerde einreichen und erhalten Muster für Beschwerdebriefe. Zusätzlich kontaktieren Sie die Verbraucherzentrale Österreich:

  • Website: www.verbraucherrat.at
  • Telefon: +43 1 588 77
  • Die Verbraucherzentrale kann oft kostenlos vermittelnd eingreifen

Schritt 3: schriftliche mahnung

Wenn die Verbraucherzentrale nicht hilft, schreiben Sie dem Verlag ein Mahnschreiben. Format:

Betreff: Letzte Aufforderung zur Bestätigung der Kündigung vor rechtlicher Aktion

Hiermit mahne ich Sie auf, meine Kündigungs-Bestätigung schriftlich bis zum [Datum + 10 Tage] zu bestätigen. Falls Sie dem nicht nachkommen, habe ich bewiesen (Einschreiben-Rückschein), dass die Kündigung wirksam war. Weitere Rechnungen werden Sie nicht zahlen, und ich werde den Rechtsstreit initiieren.

Schritt 4: rechtliche schritte erwägen

Bleibt der Verlag stur, können Sie:

  • Kleine Privatstreitigkeiten bei Gericht anmelden (Gerichtliche Mahnverfahren in Österreich sind kostengünstig)
  • Eine Rechtsschutzversicherung nutzen, falls Sie eine haben
  • Einen Anwalt konsultieren (erste Stunde oft kostenlos)

Pro tip: In den meisten Fällen reicht die Ankündigung rechtlicher Schritte. Verlage zahlen ungerne Anwaltsgebühren und geben nach. Stopee sieht das hundertfach: Ein ernsthafter Brief mit Verweis auf Ihre Kündigungsbestätigung und die Verbraucherzentrale löst das Problem meist schnell.

Checkliste für ihre erfolgreiche kündigung

Drucken Sie diese Checkliste aus und haken Sie jeden Punkt ab:

  • ☐ Auftragsbestätigung und Vertragsbedingungen gefunden und gelesen
  • ☐ Namen und Adresse des echten Vertragspartners (nicht Pressevertriebszentrale allein) notiert
  • ☐ Kündigungsfrist korrekt berechnet (Mindestlaufzeit beendet? Kündigungsfrist 1 Monat zum Ende eines Monats?)
  • ☐ Kündigungsschreiben verfasst und mit Unterschrift vorbereitet
  • ☐ Kündigung per Einschreiben mit Rückschein versendet UND per E-Mail gesendet
  • ☐ Rückschein-Beleg archiviert
  • ☐ Kopie des Kündigungsschreibens selbst archiviert
  • ☐ Kundenservice-Telefonnummer des Verlags notiert
  • ☐ Nach 2 Wochen Kündigungsbestätigung überprüft - nicht erhalten? Nach Bestätigung anfordern
  • ☐ Nach Kündigungsdatum keine weiteren Rechnungen akzeptiert
  • ☐ Verbraucherzentrale Österreich als Backup-Kontakt notiert

Vergleich: kündigung vs. widerruf - was ist der unterschied?

Viele Menschen verwechseln diese beiden Rechte. Das ist entscheidend für Sie.

Kriterium Widerruf Kündigung
Zeitfenster 14 Tage ab Vertragsschluss Nach Ablauf der Mindestlaufzeit mit Frist (meist 1 Monat)
Rückerstattung Vollständig, selbst wenn bereits geliefert Nur wenn vertraglich erlaubt oder Überzahlung vorliegt
Welche nutzen? Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen merken, dass Sie nicht wollen Wenn die 14 Tage vorbei sind oder Sie später kündigen wollen

Beispiel aus der praxis

Sie buchen ein Jahresabo am 1. Januar. Am 10. Januar merken Sie: Das war ein Fehler. Sie können noch bis 14. Januar widerrufen und erhalten alles Geld zurück. Nach dem 14. Januar müssen Sie bis zum Ende der Jahres-Mindestlaufzeit zahlen, dann können Sie mit 1 Monat Frist kündigen.

Pro tip von Stopee: Nutzen Sie das Widerrufsrecht aggressiv. Es ist Ihr stärkster Hebel. Nach 14 Tagen wird es schwächer.

Kontaktdaten und nächste schritte

Für Ihre erfolgreiche Kündigung brauchen Sie diese Adressen:

Wohin sie schreiben müssen (Verlag österreich GmbH)

Postadresse für Kündigungen:

Verlag Österreich GmbH
Kundendienst / Abonnementverwaltung
Bäckerstraße 1
1010 Wien, Österreich

E-Mail (falls auf Ihrer Auftragsbestätigung angegeben): Suchen Sie eine Kundenservice-E-Mail auf Ihren Unterlagen. Nutzen Sie diese, um die Kündigung parallel zu bestätigen.

Telefon: Rufen Sie den Kundenservice an und fragen Sie nach der exakten Kündigungs-Adresse für Ihren Verlag. Viele Verlage haben verschiedene Adressen für verschiedene Titel.

Falls der verlag nicht kooperiert: verbraucherzentrale österreich

Verbraucherzentrale Österreich
Abt. Verbraucherrecht
Telefon: +43 1 588 77
Website: www.verbraucherrat.at
E-Mail: info@verbraucherrat.at

Stopee - ihr digitaler partner bei kündigungen

Stopee (stopee.com) hat tausenden österreichischen Konsumenten bei Kündigungen geholfen. Sie finden auf Stopee:

  • Vorlagen für Kündigungsschreiben (kopieren, ausfüllen, versenden)
  • Datenbank mit korrekten Kündigungs-Adressen für alle Anbieter
  • Beratung bei schwierigen Fällen
  • Vorlagen für Beschwerde-Briefe und Mahnungen
  • Community-Bewertungen: Was andere Nutzer erlebt haben

Besuchen Sie Stopee unter stopee.com, um Ihre Kündigungs-Vorlage zu personalisieren und zu versenden. Der Service ist kostenlos und spart Ihnen Stunden Recherche.

Ihre verbraucherrechte zusammengefasst - und warum sie immer gewinnen

Stopee möchte, dass Sie verstehen: Sie haben alle Macht in dieser Situation. Der Verlag und die Pressevertriebszentrale sind Dienstleister für Sie. Hier, warum Sie Ihren Kampf gewinnen werden:

  • Beweislast beim Verlag: Der Verlag muss beweisen, dass er Sie korrekt informiert hat - nicht umgekehrt.
  • Widerrufsrecht schützt Sie: Innerhalb von 14 Tagen können Sie ohne Grund raus aus dem Vertrag. Das ist fast unmöglich zu umgehen.
  • Verbraucherschutz ist Bundesrecht: Österreich schützt Verbraucher sehr stark. Das ist Ihrem Vorteil, nicht zum Vorteil von Verlagen.
  • Wenn es vor Gericht geht, zahlt oft der Verlag: Gerichte strafen Verlage ab, die Verbraucher ignorieren oder täuschen. Der Verlag weiss das.

Deshalb: Bleiben Sie ruhig, schreiben Sie korrekt, archivieren Sie Ihre Beweise, und wenn nötig, eskalieren Sie zu Verbraucherzentralen und Stopee. In über 95 Prozent der Fälle gibt der Verlag nach.

Zusammenfassung und nächste schritte

Sie haben jetzt alle Informationen, um wirksam und sicher zu kündigen:

  1. Sammeln Sie Ihre Unterlagen und ermitteln Sie den echten Vertragspartner
  2. Berechnen Sie Ihre Kündigungsfrist - vergessen Sie nicht, dass Widerrufsrecht die erste Wahl ist, wenn Sie noch rechtzeitig sind
  3. Schreiben Sie das Kündigungsschreiben mit klarer Angabe von Frist und Datum
  4. Versenden Sie per Einschreiben mit Rückschein und E-Mail - beide gleichzeitig
  5. Warten Sie auf Bestätigung und reagieren Sie sofort, wenn etwas schief geht
  6. Nutzen Sie Stopee, die Verbraucherzentrale oder einen Anwalt als Backup, wenn der Verlag nicht kooperiert

Stopee hat tausenden Konsumenten geholfen, aus unerwünschten Abonnements herauszukommen. Mit diesem Leitfaden haben Sie alle Werkzeuge. Ihr nächster Schritt: Gehen Sie auf stopee.com, personalisieren Sie ein Kündigungsschreiben und versenden Sie es noch heute. Je schneller Sie handeln, desto schneller sind Sie frei.

FAQ

Die Pressevertriebszentrale ist ein Dienstleister, der Zeitschriften- und Zeitungsabonnements für Verlage und Direktmarketingfirmen verwaltet.

Um Ihren Vertrag zu kündigen, sollten Sie zunächst die Vertragsgrundlage identifizieren und dann schriftlich (per E-Mail oder Einschreiben) kündigen.

Die Fristen hängen von der Art des Vertrags ab. In der Regel beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage, kann aber bei fehlender Belehrung länger sein.

Wenn Sie keine Auftragsbestätigung haben, prüfen Sie Ihre Rechnungen oder andere Dokumente, um den Vertragspartner zu identifizieren.

Ja, es ist wichtig, die rechtlichen Grundlagen und Prüfkriterien zu beachten, um sicherzustellen, dass die Kündigung wirksam ist.

Dieser Brief ist auch in anderen Ländern verfügbar